Cocktail Mixer
Ein Selbstbauprojekt

Glas-Ofen



Abbildung 1: Glas-Ofen in Eigenkreation
 
Der Ofen, den ich hier vorstellen möchte, ist mein neustes Projekt. Ich hatte schon während dem Bau der anderen Öfen gemerkt, dass es nicht sonderlich praktisch ist, dass der Blickwinkel in dem man das Feuer sehen kann recht eingeschränkt ist. Da kam mir die Idee, einen Ofen zu konstruieren, bei dem man von allen Seiten die schicke Flammenform sehen kann.
 
Dieser Ofen wurde von mir selbst entworfen und ich kann jedem der sich ebenfalls in die Flammenform verliebt hat nur den Nachbau empfehlen!
 
Folgendes Bild zeigt einen Teil des Materials, das für den Bau verwendet wurde. Der Korpus besteht hier aus einzelnen zusammengefügten Holzlatten. Ich habe diese gehobelten Latten im Baumarkt besorgt, zugesägt und mit dem Bunsenbrenner in das gezeigte Design gebracht. Dabei sollte nicht zu lange auf das Holz gehalten werden, da diese sonst zu sehr verkohlen und später abfärben.
 

Abbildung 2: Material für den Bau des Ofens
 
Um den Korpus stabil zu halten, werden innen senkrechte Holme eingeklebt. Auf diesen Holmen liegt später auch die Deckplatte aus Edelstahl auf.
 

Abbildung 3: Verklebung der bearbeiteten Latten mit Holzleim
 
Zusätzlich zur Verklebung werden die Latten aus Design-Gründen mit Edelstahlschrauben fixiert.

 

Abbildung 4: Fixierung der Latten mit Edelstahlschrauben
 
Im Inneren des Korpus wird ein Gasbrenner installiert. Dieser Gasbrenner ist für rund 25€ beim Baumarkt erhältlich und dient sonst eigentlich einem Camping-Gaskocher. Der Brenner muss vor seinem Einsatz noch bearbeitet werden. Es ist dort wichtig, die Luftzufuhr dauerhaft zu schließen, um eine hell leuchtende Flamme anstatt der blauen Gasflämmchen zu erhalten. Dass ich mich entschieden habe den neuen Glas-Ofen mit Gas anstatt mit Ethanol zu betreiben liegt daran, dass die Brenndauer der Ethanol-Öfen mit 20 Minuten recht kurz ist. Laut Herstellerangabe soll der Gasbrenner mit einer Stechkartusche um die 5 Stunden brennen.
 

Abbildung 5: Korpus mit Gasbrenner im Inneren
 

Für die Bedienung des Ofens habe ich den Drehregler aus Plastik abgenommen und mit einer Gewindestange verlängert (Auch hier zeigt sich wieder, wie hilfreich ein Schweißgerät an der richtigen Stelle sein kann :-) ). Um die Bedinung von außerhalb des Korpus designtechnisch dem Rest anzugleichen wird ein Schubladengriff aus Edelstahl zweckentfremdet. Da dieser zwar ein passendes Gewinde für die verlängerte Gewindestange aufweist, sich jedoch auf der Gewindestange nicht ohne hässliche Kontermutter fixieren lässt habe ich eine Lochbohrung mit Gewindegang vorgenommen und eine Madenschraube ergänzt.
 

Abbildung 6: Edelstahlregler mit Lochbohrung und Gewinde für Madenschraube
 
Das folgende Bild zeigt das Maßnehmen mit den halben Glaszylindern. Ich habe für den Ofen Glaszylinder im Internet bestellt, da es für den Laien fast unmöglich ist derart große Zylinder aus Glas in zwei Teile zu sägen. Es müssen deshalb zwei Glaszylinder sein, da die Luftspalte links und rechts bei versetzter Montage essentiell für das Entstehen des Feuerzyklons sind.
 

Abbildung 7: Maßnehmen mit Glas-Zylindern und provisorisch fixiertem Edelstahlgestände
 
Das Glas besteht aus Borosilikatglas 3.3, was eine hohe Temperaturbeständigkeit aufweist. Zur Fixierung der Glashalbschalen habe ich mir eine Konstruktion aus Edelstahlstangen ausgedacht. Drei Stangen pro Halbschale sollen verhindern, dass diese sich anschließend noch in irgendeine Richtung wegbewegen können.
 

Abbildung 8: Erster Probelauf mit eingelegter Gaskartusche
 
Man sieht in Abbildung 8 sehr schön, dass die gewünschte zyklonartige Flammenform entsteht. Ich habe mit diesem Stand ermittelt, wie groß der Luftspalt auf beiden Seiten sein muss, um die perfekte Flammengröße zu erhalten.
 

Abbildung 9: Anschweißen der Glashalterungen an die Edelstahlstangen
 
Um die Glas-Halbschalen zu fixieren werden zusätzlich noch kleine Halter aus Edelstahl an das Gestände angeschweißt. Diese dienen dem seitlichen Halt der Halbschalen an der Schnittkante der Zylinderhälften. Da im Inneren des Zylinders keine Stangen montiert werden können (Das würde die wirbelartige Luftströmung schwächen) müssen die Stangen direkt vor der Schnittkante platziert werden. Um ein seitliches Verrutschen zu verhindern, werden dann diese kleinen Halterungen benötigt.
 

Abbildung 10: Maßzeichnung nach Ermitteln der optimalen Position
 
Nachdem Maß genommen und die Lochbohrungen durchgeführt wurden, kann die Montage stattfinden. Im Inneren der Edelstahlstangen befinden sich Gewindestangen, um das Gestänge an der Bodenplatte zu fixieren. Das obere Ende der Gewindestange wird mit einer Kopfmutter abgeschlossen.
 

Abbildung 11: Montage des Gestänges
 
Die beiden beieinander stehenden Edelstahlstangen werden oben zusätzlich mit einer Metallplatte verbunden. Das erhöht die Stabilität und sieht zudem gut aus.
 

Abbildung 12: Verbindung zwischen den zwei beieinanderliegenden Edelstahlstangen


Das Abschlussvideo zeigt den Ofen im Betrieb: