Cocktail Mixer
Ein Selbstbauprojekt

Edelstahl-Ofen



Abbildung 1: Edelstahl-Ofen als erstes Projekt für das neue Schweißgerät

 
Dieser Ofen war das zweite Projekt und folgte dem Beton-Ofen. Da ich mir ein Schweißgerät zugelegt hatte, war ich auf der Suche nach einem Projekt, das eine Anwendung dieses bedingte. Der Edelstahl-Ofen bildet exakt die Form des Beton-Ofens nach. Die Größe habe ich jedoch auf 200x200x400mm angepasst, um diesen etwas transporabler zu gestalten und teures Edelstahlblech zu sparen.
 
Auch an dieser Stelle muss ich darauf hinweisen, dass der Ofen in einem privaten Bastelprojekt einem Patent nachgeahmt wurde und ich keinerlei Absichten hege, den Ofen jetzt oder in Zukunft zu verkaufen (siehe Patentrecht Beton-Ofen).

Folgendes Material wird für den Korpus des Edelstahl-Ofens benötigt:


Abbildung 2: Material für den Korpus mit bereits ausgesägten Lochkreisen

Um mir Arbeit zu sparen, habe ich die Edelstahlbleche beim Metallhandel direkt auf die gewünschten Maße zuschneiden lassen. Die Lochausschnitte mussten dann noch selbst gebohrt werden. Zur Bearbeitung von 2mm starkem Edelstahlblech ist eine Standbohrmaschine in Verbindung mit Schneidöl durchaus zu empfehlen! Um den für die Funktionsweise des Zyklonfeuers charakteristischen Zylinder zu formen habe ich mir eine Abkantbank improvisiert.


Abbildung 3: Improvisierte Abkantbank aus Schraubzwingen und Spanntisch

 
Mithilfe dieser Konstruktion lässt sich das Edelstahlblech in die gewünschte Form biegen. Die Innenansicht des Korpus zeigt meine zu dem jetzigen Zeitpunkt noch nicht ganz perfektionierten Schweißkünste...


Abbildung 4: Innenansicht des Korpus auf die Schweißnähte

 
Den Korpus zieren direkt nach dem Schweißen noch Verfärbungen, die durch den Hitzeeintrag des Schweißgeräts entstanden sind. Hierbei ist stets zu beachten, dass ein geschweißtes Edelstahlblech an den Schweißnähten anschließend nicht mehr rostfrei ist. Dazu gibt es in der Industrie eine einfache Lösung: Man beizt die Edelstahlmetalle an der Schweißnaht nach abgeschlossener Arbeit und erkaltetem Material.


Abbildung 5: Außenansicht des Korpus

 
Diese Metall-Beize (nicht zu verwechseln mit Holzbeize!) kann im Schweißereifachbedarf erstanden werden. Dabei ist zu beachten, dass nicht nur die ätzende Beize sondern auch eine Neutralisationspaste gekauft werden muss, um anschließend nach Auftragen der Beize und dem Einwirken, die bepinselten Stellen neutralisieren zu können. Da es sich bei dem Vorgang um eine chemische Reaktion handelt entsteht dort Chlorgas. Daher sollte der Ort, an dem man die Behandlung vornimmt, eine Luftabsaugung bereitstellen.


Abbildung 6: Anpassung des Zylinders an die Maße des Korpus

Das folgende Bild zeigt das fertige Resultat des Ofens. Nach der Behandlung mit der Beize glänzen alle Oberflächen wieder sehr schön und sind zudem noch rostfrei. Der Ofen hat noch eine Bodenplatte aus schwarz lackiertem Holz bekommen. Dies sorgt für einen sicheren Stand und verschafft ihm eine noch edlere Optik.


Abbildung 7: Fertiger Edelstahl-Ofen nach der Behandlung mit der Beize und mit Bodenplatte